Megaprojekte mit Megaproblemen
In den neuen Bundesländern sprießen riesige Schweinemastanlagen nur so aus dem Boden. Wo schon welche stehen, wissen die Anwohner_innen* sehr
genau, was das bedeutet: Unerträglicher Gestank und Verkehr, die Verschmutzung der Seen, Flüsse und Böden der Umgebung, Zerstörung einstmals beliebter Tourismusgebiete, und - nicht zu vergessen - unsagbares Leid für zehntausende sogenannter “Nutztiere”. An anderen Stellen sind neue Anlagen mit bis zu 80.000 Tieren in Planung, gegen die lokale Bürgerinitiativen mit aller Kraft kämpfen.
Vernetzung von Widerstand …
In den meisten Fällen sind hier Agrarindustrielle tätig, die in den Niederlanden
bereits riesige Mastanlagen betreiben und nun vermehrt im Osten Deutschlands expandieren. Lokale Initiativen in den Niederlanden und Deutschland kämpfen also oftmals gegen den gleichen Gegner, untereinander bestehen bisher aber noch kaum Kontakte. Hier verschiedene Gruppen zu vernetzen, zum Austausch von Argumenten, Erfahrungen und Strategien anzuregen, dazu soll unsere Tour beitragen.
… und die globalen Auswirkungen
Nicht nur in Europa hat die industrielle Massentierhaltung fatale Folgen. Für die Produktion von Soja als Tierfutter werden in Südamerika weitflächig Regenwaldgebiete zerstört und Kleinbäuer_innen von ihrem bisher bestellten Land vertrieben. EU-subventionierte Fleisch- und Milchexporte zerstören lokale Märkte in Afrika. Die Tierindustrie trägt zu 18 Prozent zum weltweiten Ausstoß von Treibhausgasen bei. Diese globalen Perspektiven auf die heute dominierende Form der Landwirtschaft wollen wir während der Tour in den lokalen Widerstand einbringen.
- Tourprogramm
- Tourblog
- Generelle Problematik Tierhaltung
- Mehr Infos über die Folgen der Tierfutterproduktion (auf Englisch):
A SEED Europe, La Soja Mata
