Aktiv werden mit Nandu Berlin

Du wolltest schon immer mal eine etwas kreativere politische Aktion mitmachen oder -planen? Du verbindest ernsthafte Anliegen gerne mit Spaß und Satire? Dich verschlägt es im September nach Berlin?

I-de-al! Denn: Nandu Berlin lädt besonders Leute, die uns noch nicht kennen, dazu ein, im September die Freiheit kreativer Aktion zu schnuppern. Dabei kannst Du zwischen verschiedenen Themen und Schwierigkeitsstufen wählen:

  • 05.9.09: Anti-Atom-Demo: Kuhspaltung
  • 12.9.09: Gentech-Filz offenlegen
  • 12.9.09: Fahrraddemo gegen Pelz: Alttiersammlung
  • 21.9.09: Die Milch macht’s: Profit durch Gewalt
  • 26.9.09: Latschdemo gegen Pelz: Selbstauspeitschung

Wenn Dir etwas davon gefällt, kontaktiere uns einfach über erasmus [at] nandu [dot] net oder 030 - 89391743.

PS: Diese Aktionen sind freundlich und mit Witz, komplett gewalt- und sachbeschädigungsfrei und trotzdem spannender als einfache Demos und Kundgebungen. Damit Du einschätzen kannst, in welchem Rahmen sich Nandu bewegt, hier unser Selbstverständnis.

 

  • 05.9.09
    Anti-Atom-Demo: Kuhspaltung
    (Demoteilnahme mit einfachen Straßentheaterelementen)
    Die letzte große Demo vorm Ende dieser menschenverachtenden Technologie. Wenn wir erfolgreich sind.

    Nandu-Aktive sind unter dem Motto “Gegen die Spaltung von Tier und Atom” natürlich mit am Start und verbreiten nebenher etwas tierbefreierische gute Laune unter den Umweltbewegten.

  • 12.9.09
    Gentech-Filz offenlegen
    (einfaches Straßentheater im Rahmen der Gentech-Filz-Aktionswoche)
    Die Gentechnik-Behörden, -Unternehmen und -Forschungseinrichtungen mauscheln schön untereinander aus, dass die Gentech-Konzerne die Macht über das Saatgut und damit in absehbarer Zukunft über die komplette Landwirtschaft übernehmen. Obwohl 78 Prozent der Menschen das nutzlose Konzernzeug nicht auf dem Acker wollen (Infos dazu hier).

    Sowas können wir auch, haben wir uns gedacht, und streben an, in Berlin innerhalb von 10 Jahren komplett den Markt für Popcorn zu übernehmen. Selbstverständlich mit dem Verweis darauf, dass dadurch eines Tages der Hunger in den Entwicklungsländern beendet wird.

    Unsere Aktion: Am 12.9. wollen wir im Rahmen eines Biomarktes Popcorn verschenken. Dafür müssen die Leute nur unseren Knebelvertrag unterschreiben, und schon kann unsere Popcorn-Herrschaft beginnen. Wär doch gelacht!

  • 12.9.09
    Fahrraddemo gegen Pelz: Alttiersammlung
    (einfaches Straßentheater und/oder mittelschwieriges Redenschwingen)
    Pleite, aber fürs Tiereausbeuten reicht’s noch: Escada. Am 12.9. findet eine gemütliche Fahrraddemo zur Escada-Filiale in der Friedrichstraße statt. Weil Pelz doch eigentlich in den 80ern schon prähistorisch war.

    Nun sind aber andererseits Arbeitsplätze das höchste Gut des Menschen, und daher wollen wir von Nandu unsere tierfreundlichen Ressentiments bis zum Aufschwung zurückstellen und Escada in seiner Not unter die Arme greifen. Indem wir an einem belebten Platz den Leuten ihre Katzen und Hunde für die neue Pelzkollektion abschwatzen. Und der vorbeikommenden Fahrraddemo erläutern, dass es gut für alle ist, wenn alle und alles zur Ware gemacht wird.

  • 21.9.09
    Die Milch macht’s: Profit durch Gewalt
    (mittelschwieriges Straßentheater vorm Konferenzgebäude)
    Der Weltmilchgipfel beehrt Berlin. Dort konferieren all die Konzerne, die Profit mit Einsperren, Wegnehmen der Neugeborenen, Zwangsbesamung und jugendlichem Töten von allein in Deutschland 4,2 Millionen “Milchkühen” machen.

    Der ideale Rahmen, freundlich unser neues Geschäftsmodell “Profit durch Gewalt” vorzustellen und unter den darin ja erfahrenen Manager_innen Verbündete, Kapitalgeber_innen oder wenigstens welche, die ihre Kinder loswerden wollen, zu finden.

  • 26.9.09
    Latschdemo gegen Pelz: Selbstauspeitschung
    (Demoteilnahme mit einfachen Straßentheaterelementen)
    Die ewig nörgelnden Pelzeversteher demonstrieren schon wieder gegen Escada und MaxMara, diesmal zu Fuß.

    Wir werden die Demo durch die Gegenposition bereichern: Pelztiere, die sich selbst auspeitschen und den Konzernen dankbar dafür sind, gequält und gehäutet zu werden, damit so etwas Schönes wie Jackenkrägen entstehen kann.