Pressemitteilung
Tierrechtsnetzwerk Nandu
Berlin, 2. März 2009
FAO-Studie: Tierhaltung vernichtet Biodiversität
Rein pflanzliche Ernährung hilft, Artenvielfalt zu erhalten
“Wenn wir von Artenschutz sprechen, sprechen wir immer auch über das Essen auf unseren Tellern”, sagte Erasmus Müller vom Netzwerk Nandu anlässlich des Tags des Artenschutzes am morgigen Dienstag. Bereits vor zwei Jahren hat die UN-Ernährungsorganisation FAO darauf hingewiesen, dass der Konsum von Tierprodukten einer der stärksten Motoren des Artensterbens ist. Der FAO-Studie “Livestock’s Long Shadow” zufolge trägt Tierhaltung massiv zu allen Ursachen bei, die die Biodiversität verringern, zum Beispiel zu Flächenverbrauch, Abholzung, Überfischung, Klimawandel, Verschmutzung von Böden und Wasser sowie Erleichtern des Eindringens fremder Arten. Ein Beispiel: Für Tierhaltung und Futteranbau werden 30 Prozent der Landfläche der Erde verwendet.
“Durch keine andere Kaufentscheidung können wir so viel für den Artenerhalt tun wie durch die Wahl pflanzlicher Ernährung”, sagte Erasmus Müller vom Netzwerk Nandu. Der größte Teil des weltweiten Fleisch- und Milchkonsums findet in den industrialisierten Ländern des Nordens statt. “Die gute Nachricht: Eine wachsende Palette leckerer gesunder veganer Bio-Produkte ermöglicht uns eine Ernährung, die nicht auf Kosten von Umwelt und nachfolgenden Generationen geht,” sagte Erasmus Müller. “Und neben Arten schonen wir damit obendrein Leben und Freiheit fühlender Tiere.”
Nandu ist ein Netzwerk politisch Aktiver, die das heutige Mensch-Tier-Verhältnis in Frage stellen. Durch kreative Aktionen und mit Respekt gegenüber Andersdenkenden möchte Nandu eine breite gesellschaftliche Debatte anregen. Für Nandu als Teil der emanzipatorischen Bewegungslandschaft spielen soziale und ökologische Fragen natürlich eine ebenso große Rolle wie der menschliche Umgang mit anderen Tieren.
Executive Summary der FAO-Studie “Livestock’s Long Shadow”:
* ftp://ftp.fao.org/docrep/fao/010/a0701e/a0701e00.pdf
Die vollständige FAO-Studie “Livestock’s Long Shadow”:
* http://www.fao.org/docrep/010/a0701e/a0701e00.htm
