Tierhaltung an sich
Es gibt zwei Arten von Tieren. Die eine glaubt, dass es zwei Arten gibt, und die andere hat darunter zu leiden.
Tierhaltung finden wir hemmungslos absurd. Hier ist, warum:
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Um andere Tiere zu halten, muss Mensch sie einsperren, anbinden, verkrüppeln oder sonstwie ihren natürlichen Fortbewegungsdrang unterbinden.
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Damit das Tiergefängnis nicht irgendwann aus allen Nähten platzt, muss mensch die Fortpflanzung regulieren, durch Kastration, Zwangssterilisation, Trennung der Geschlechter, oder die „unnützen“ Tierkinder irgendwie loswerden, durch Verkauf, Vertreibung, Tötung.
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Kein Wesen sollte derart seiner Freiheitsrechte beraubt werden.
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Anthropozentrismus ist nicht mehr zeitgemäß und außerdem viel zu schwierig auszusprechen.
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Die kapitalistische Verwertungslogik lehrt: Wert = Preis. Worauf wir hingegen erwidern: Wert = Eigenwert. Touché!
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Tierhaltung hat u.a. ein Exkrementenproblem – wir kriegen's ja nicht mal auf die Reihe, mit unseren eigenen Fäkalien verantwortungsvoll umzugehen. Im Endeffekt landet alles im Meer (sowohl unsere Hinterlassenschaften als auch die der zig Milliarden „Nutz“tiere).
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Ackerland kann effektiver Hunger stillen, wenn es für den direkten menschlichen Bedarf an Nahrung verwendet wird und nicht den verschwenderischen Umweg über den „Nutz“tiermagen nimmt (weltweit und auch hierzulande werden mehr als 2/3 der landwirtschaftlichen Nutzfläche für die Tierhaltung verbraucht).
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Die moderne Landwirtschaft mit ihrer Form der Tierhaltung ist verantwortlich für einen Großteil des menschlich verursachten Artensterbens (siehe dazu die Zusammenfassung der FAO-Studie "Livestock's long shadow").
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Um es mit Tolstoi zu sagen: Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.
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Wir wollen Symbionten sein - und keine Parasiten!
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Grenzen sind willkürlich und doof, sowohl zwischen Menschen als auch zwischen den verschiedenen Spezies. Darum: Kein Mensch ist illegal, kein Tier ist eine Ware!
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Nandus wollen grenzenlos herumtollen, ohne gegen künstliche Barrieren zu donnern oder sich an Stacheldraht den Bauch aufzuschlitzen.
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So etwas wie artgerechte Tierhaltung gibt es nicht. Artgerecht ist nur die Freiheit.
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Wir finden es pervers, dass es bei uns durch eine zu eiweißlastige Ernährung immer mehr übergewichtige Menschen gibt, während die Zahl der Hungernden und Mangelernährten in anderen Regionen der Welt ansteigt.
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Die Tierhaltung endlich ad acta zu legen, würde das Klima spürbar entlasten.
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Wenn fürchterlich intelligente Außerirdische kämen, dürften die uns dann auch auf unsere Muskeln und Drüsen reduzieren und uns züchten, wie sie lustig sind? Zumindest in Bio-Haltung?
Homo sapiens, der weise Mensch?
Eine gute Idee – nur wann setzen wir die endlich um?
