Bauplatz für Schlachtfabrik besetzt
Tierrechts- und Umweltaktivist_innen halten seit fast 2 Wochen ein über 20 Hektar großes Feld in Wietze (bei Celle in Niedersachsen) besetzt, auf dem Europas größte „Geflügel"schlachtanlage gebaut werden soll. Es ist vorgesehen, dort 27.000 Hähnchen pro Stunde zu töten und zu verarbeiten. Im Umkreis von 100 km sind 420 neue Mastanlagen als Zulieferer für die Schlachtfabrik geplant.
Ein_e Besetzer_in dazu: „Wir stellen uns entschlossen dagegen, dass Tiere zu Produktions- und Lebensmitteln gemacht werden."
Die Aktivist_innen kritisieren außerdem die massiven globalen Negativauswirkungen der Fleischindustrie. „Fleischkonsum geht einher mit Hunger und Ausbeutung im globalen Süden", so Besetzer_in Claudia Kunze. Auch die Umweltauswirkungen sind beachtlich: Beispielsweise produziert die Tierhaltung (laut UNO-Studie) mindestens 18 Prozent der weltweiten Treibhausgase – und ist somit klimaschädlicher als der globale Verkehr, einschließlich Flugverkehr.
Die Besetzer_innen fordern den sofortigen Stopp der Baupläne. Sie treten ein für eine biologische vegane Landwirtschaft ohne Ausbeutung von Menschen oder Tieren. „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht", so Kunze.
Nachdem die Aktivist_innen einer anfänglichen Aufforderung, das Gelände zu verlassen, vor über 1 Woche nicht nachgekommen sind, wird die Besetzung derzeit geduldet. Mittlerweile schauen täglich Unterstützer_innen u. a. aus der lokalen Bürgerinitiative gegen den Bau der Schlachtfabrik vorbei. Sie schauen sich um, diskutieren, bieten ihre Hilfe an oder bringen Spenden vorbei.
Mitbesetzer_innen und Interessierte sind herzlich auf die Besetzung eingeladen und können gern am Wochenprogramm teilnehmen oder es mitgestalten!
Weitere Infos gibt es auf der Homepage und über das Aktionshandy 0162/1966288.
